stille hunde
 

.

Mittwoch, 29. April 2026 / Wir stehen hier und haben die Rede des Führers gar nicht gehört / 20.15 Uhr / APEX, Göttingen



1943 verhört die Gestapo die junge Elisabeth Weber, eine ehemalige Kaufhausangestellte aus einer Berliner Arbeiterfamilie. Sie wird beschuldigt, kommunistische Untergrundaktivisten zu unterstützen. Der Verdacht erhärtet sich, aber Elisabeths Lebensgeschichte gibt den Ermittlern Rätsel auf, denn die Verhaftete gehörte noch vor wenigen Jahren zur fanatischen Anhängerschaft Hitlers und war sogar mit einem SA-Mann verlobt. In den Verhören erklärt sie ihren Gesinnungswandel, der von Alltagsbeobachtungen ausgelöst, schließlich aber durch ein schreckliches Ereignis in einem Arbeitsdienstlager bekräftigt wurde.


Kathrin Müller-Grüß, Christoph Huber und Stefan Dehler haben für ihr Theaterstück auf einen Roman der 1933 in Deutschland verfemten Schriftstellerin Maria Leitner zurückgegriffen. Das Buch, das 1937 in Frankreich in einer von exilierten Autoren publizierten Zeitung erschien, basiert auf Leitners intensiven Recherchen und sollte das Ausland über die soziale Realität im faschistischen Deutschland und die politischen Absichten des NS-Regimes aufklären.

Karten sind bei allen Vorverkaufsstellen erhältlich. Einen gebührenfreien Vorverkauf bieten in der Göttinger Innenstadt der APEX-Ticketshop und das Fachgeschäft Der Drachenladen an. Online-Kauf ist beim Ticketanbieter Reservix möglich.


Die Produktion wurde gefördert von der Stadt Göttingen, Kulturstiftung Göttingen und der AKB-Stiftung Einbeck. Gastspiele werden gefördert durch Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göttingen und des Landkreises Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!.


Foto: Fabian Hoffmann

.

Samstag, 2. Mai 2026 / Hammerschlag und Muffensausen / 20.15 Uhr / APEX, Göttingen



Nichts kann so zerstörerisch für eine Ehe sein wie die Liebe eines Mannes zu seinem Schwingschleifer. Und nichts so lebensbedrohlich wie der Ehrgeiz, stockbesoffen auf Bierkästen balancierend eine Vereinsfahne über der Tür anzunageln. Nichts ist so kopfzerbrechend wie das Gewicht eines Hängeschranks, der von nicht fachmännisch eingedrehten Schrauben gehalten wird. Ebenso erschütternd ist die Erkenntnis, dass das Leben eine Baustelle ist, auf der man das meiste selber machen muss - ob man kann oder nicht. Die Einschätzung, wie viele Fliesen für ein mittelgroßes Badezimmer benötigt werden, benötigt Sachkenntnisse, zumindest aber Grundlagen in Mathematik, am besten aber gesunden Menschenverstand. Wenn der fehlt, kann es schon mal brenzlig werden an der Heimwerkerfront. Heiß läuft auch der One-Night-Stand, bei dem eine frustrierte Ehefrau sich überraschenderweise als profunde Heimwerkerin erweist, was die verbotene Liebe im Hotelzimmer aufs angenehmste in die Länge zieht.


Von Könnern, heimlichen Tricksern und unheimlichen Versagern, vor allem aber von den dramatischen Folgen der Leidenschaft fürs Selbermachen erzählen Stefan Dehler und Christoph Huber an diesem Abend. Sie portraitieren die Akteure der „Do-it-yourself“-Welt. In den Geschichten kommen sie alle zu ihrem literarischen Recht: die Baumarktfanatiker und Werkstattflüchter, die Anweisungsgeber und die Schraubendreheranreicher. Zur Sprache kommen ganz nebenbei auch Einsatzmöglichkeiten chinesischer Duschkopfplagiate und die Nützlichkeit handtaschengroßer Werkzeug-Sets.


Karten sind bei allen Vorverkaufsstellen erhältlich. Einen gebührenfreien Vorverkauf bieten in der Göttinger Innenstadt der APEX-Ticketshop und das Fachgeschäft Der Drachenladen an. Online-Kauf ist beim Ticketanbieter Reservix möglich.

.

Freitag, 8. Mai + Samstag, 9. Mai 2026 / Interkulturelles Bürgertheater Moringen: Die Geierwally / 19.30 Uhr / Mensa der Kooperativen Gesamtschule Moringen



Der reiche Bauer Stromminger führt seinen Hof mit harter Hand. Unter seinem Stolz und seinem Jähzorn hat besonders seine einzige, mutterlos aufgewachsene Tochter Walburga zu leiden. Seit er sie gezwungen hat, hoch oben in einer Felswand einen jungen Bartgeier aus dem Nest  zu nehmen, - eine Mutprobe, die keiner der Männer im Dorf gewagt hatte - ist sie überall im Ötztal als „Geierwally“ bekannt. Beim Kirchenbesuch an einem Feiertag verliebt sie sich in den umschwärmten Jungbauern Joseph, der in der Nacht zuvor einen gefährlichen Bären geschossen hat. Sie beschließt, für ihren Traum zu kämpfen. Den unsympathischen, gewalttätigen Bräutigam, den ihr Vater für sie ausgesucht hat, lehnt Wally ab. Weder Drohungen noch Verbannung können sie umstimmen. Ihr Lebensziel, eine Ehe mit Joseph, verfolgt sie stur und selbstzerstörerisch gegen alle Widerstände.


Die fünfundzwanzig Mitwirkenden des generationenübergreifenden und internationalen Moringer Bürgertheaters erzählen frei nach dem berühmten Heimatroman von seelische Abgründen und gipfelstürmenden Träumen, von häuslicher Gewalt und den Konsequenzen eines selbstbestimmten Lebens, aber auch davon, dass es sich lohnt, an Idealen festzuhalten. Dabei wird die Lebens- und Liebesgeschichte der Titelheldin mit Freude an szenischem Witz, mit Sprechchören und musikalischen Einlagen effektvoll präsentiert. Dramaturgie und Spielleitung liegen in den Händen des Schauspielerduos stille hunde, Christian Hetterich sorgt für die Bühnenmusik.


Karten sind im Rathaus Moringen und im Reisebüro Stumpe in Moringen erhältlich. Online-Kauf ist über das Ticketportal Reservix möglich.


Ein soziokulturelles Projekt des teatro regio e.V. in Zusammenarbeit mit stille hunde, unterstützt vom Landkreis Northeim und Stadt Moringen sowie dem APEX Kultur e.V., gefördert durch den Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Niedersachsen e.V., die Kunst- und Denkmalstiftung Northeim und die Sparkasse Northeim.
Grafik: stille hunde




April 2026


Mittwoch, 29. April 2026

Wir stehen hier und haben die Rede des Führers gar nicht gehört

20.15 Uhr / APEX, Göttingen


Mai 2026


Samstag, 2. Mai 2026

Hammerschlag und Muffensausen - Heimwerkertragödien

20.15 Uhr / APEX, Göttingen


Freitag, 8. Mai 2026
Interkulturelles Bürgertheater Moringen: Die Geierwally
19.30 Uhr / Mensa der Kooperativen Gesamtschule Moringen


Samstag, 9. Mai 2026
Interkulturelles Bürgertheater Moringen: Die Geierwally
19.30 Uhr / Mensa der Kooperativen Gesamtschule Moringen


Montag, 18. Mai 2026

Freispiel! - Der APEX-Theaterclub

18.30 - 20.00 Uhr / APEX, Göttingen


Freitag, 22. Mai 2026

Das Literarische Roulette: Sex & Crime

20.15 Uhr / APEX, Göttingen


Juni 2026


Montag, 1. Juni 2026
Freispiel! - Der APEX-Theaterclub
18.30 - 20.00 Uhr / APEX, Göttingen


Samstag, 6. Juni 2026

Die Wahrheit langweilt mich - also lüg' ich: Münchhausens Abenteuer

19.30 Uhr / Studio Klawunn, Göttingen-Herberhausen


PRO CITY NACHT DER KULTUR GÖTTINGEN

Samstag, 13. Juni 2026

Katastrophen des bürgerlichen Heldenlebens: Die Komik des Hermann Harry Schmitz

17.00 / 18.00 / 19.00 Uhr / APEX, Göttingen


Montag, 15. Juni 2026
Freispiel! - Der APEX-Theaterclub
18.30 - 20.00 Uhr / APEX, Göttingen


18. - 26. Juni 2026

Hundstage

APEX, Göttingen


Stand: 27.04.2026



.
Mobiles Theaterstück zum Thema „Jugend im faschistischen Deutschland“ für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9: WIR STEHEN HIER UND HABEN DIE REDE DES FÜHRERS GAR NICHT GEHÖRT



stille hunde und Spielraum e.V. Göttingen bieten eine neue, mobile Theaterproduktion für Schulen und andere Bildungseinrichtungen an. Das fünfzigminütige Stück basiert auf dem 1937 im französischen Exil erschienenen Buch ELISABETH, EIN HITLERMÄDCHEN - ROMAN DER DEUTSCHEN JUGEND der Journalistin Maria Leitner und schildert den Lebensweg einer anfänglich von der nationalsozialistischen Bewegung begeisterten, nach und nach aber durch die politische Realität desillusionierten jungen Kaufhausangestellten Elisabeth Weber, die sich schließlich zum Widerstand entschließt.


Die nächste öffentliche Aufführung des Stücks findet am 29. April 2026 um 20.15 Uhr im Göttinger APEX statt. Für die Vorstellungen können interessierte Lehrerinnen und Lehrer Gastkarten bei uns anfordern. Informationen zu Stück und Gastspielmodalitäten: info@stille-hunde.de oder 0551 6345700


Die Produktion wurde gefördert von der Stadt Göttingen, Kulturstiftung Göttingen und der AKB-Stiftung Einbeck. Gastspiele werden gefördert durch Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göttingen und des Landkreises Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!.


Foto: Fabian Hoffmann