stille hunde

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die kleine raupe nimmersatt

Nimmersatte kleine Handtuchraupe

Mit „Die kleine Raupe Nimmersatt“ hat Eric Carle einen Klassiker der Kinderbuchliteratur geschaffen. Christoph Huber und Stefan Dehler haben sich das Werk vorgenommen für ihre erste Produktion ihrer neuen Theaterfirma „Stille Hunde“. Am Freitag war im Göttinger Apex Premiere.

Viele bunte Bilder, aber fast kein Text. Gerade diese Hürde empfanden Dehler und Huber als Herausforderung und entwickelten eine Rahmenhandlung. Zwei beste Freunde, der eine hat beschlossen, sieben Tage im Bett zu bleiben. Er ist krank, „noch viel, viel schlimmer“. Der andere fürchtet aufkommende Langeweile. Nicht mehr ins Schwimmbad? Nicht mal Fußballspielen im Hof? Also versucht er, den siechen Kumpel zu motivieren, allerdings mit wenig Erfolg. Erst eine kleine Raupe, die aus ihrem Ei schlüpft, bringt den Freund aus dem Bett. Gemeinsam folgen sie dem Tier auf seinem Fresspfad. Denn es nagt sich durch alles, was essbar ist: einen Apfel, zwei Birnen, drei Pflaumen, vier Erdbeeren, fünf Apfelsinen. „Doch satt war sie immer noch nicht.“

Ein paar Gummiringe reichen Dehler, um aus einem Handtuch eine zauberhafte kleine Raupe zu basteln. Er und Huber schnippeln aus bunten Pappen Obst mit Löchern, dass die Schnipsel nur so fliegen. Gut 30 Minuten brauchen sie, um aus der gefräßigen Raupen einen hübschen Schmetterling werden zu lassen. Die Kinder in der Premierenvorstellung folgten aufmerksam und hatten offensichtlich ihren Spaß. Und gefürchtet hat sie auch niemand. Gute Unterhaltung.

Göttinger Tageblatt 21/09/2008