stille hunde

Pressestimmen

vom kleinen maulwurf...

Große und kleine Leute kamen zu dem Kinderstück “Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat”, das am Sonntag im Studio des Deutschen Theaters Premiere hatte. Einfallsreich und humorvoll setzten Christoph Huber und Stefan Dehler die Geschichte nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch und Werner Holzwarth auf der Bühne um. Zwei Freunde sitzen im Wohnzimmer. Auf dem Tisch steht eine große Torte, einer von ihnen hat Geburtstag. Der andere schenkt ihm die Geschichte vom kleinen Maulwurf. Als Stück im Stück wird die Geschichte von Stefan Dehler scheinbar aus dem Stegreif heraus erzählt: Der kleine Maulwurf schaut eines Tages aus seinem Hügel, als ihm etwas auf den Kopf fällt. Er macht sich auf die Suche, um heruaszufinden, wer ihm da auf den Kopf gemacht hat. Er begegnet dabei Tieren, die ihm ihre Unschuld beweisen sollen. Christoph Huber spielt den knuffigen Maulwurf im Blaumann und Stefan Dehler schlüpft mit brillianter Ausdruckskraft und vollem Körpereinsatz in die Rollen der Tiere. Mit viel Fantasie und tollen Regieeinfällen spielen sie sich durch die Geschichte. Da verwandelt sich ein gefaltetes Blatt Papier in den Flügelschlag der Taube, ein Handschuh in das Euter der Kuh und Kochlöffel werden zu Hasenohren. Vor allem urkomisch ist das Spiel der beiden Darsteller in der liebevollen und stringenten Inszenierung. Die großen Besucher applaudierten kräftig, die kleinen trampelten mit den Füßen vor Begeisterung über die große Leistung.

Göttinger Tageblatt

Binnen kürzester Zeit hat sich dieses Buch zum absoluten Kult entwickelt: “Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat” ist ein Renner in Kinderzimmern. Das Deutsche Theater in Göttingen hat diese Geschichte nun auf die Bühne gebracht. Zur Aufführung am gestrigen Dienstag waren Kindergärten und Grundschulklassen aus der Umgebung eingeladen. Und wie das bei Kindertheater so ist, verwandelten die jungen Besucher die Aufführung in einen riesigen lauten Kindergeburtstag. Da erschien es als geradezu passend, dass Stefan Dehler und Christoph Huber eine kleine Geburtstagsparty als Rahmen für die Erzählung von Wolf Erlbruch und Werner Holzwarth geschaffen haben. Huber spielt das Geburtstagskind, Dehler den Gast, der das Präsent vergessen hat. Der Forderung eines Kindes - “Geschenk zaubern!” - kommt Dehler gleich nach und zaubert eine Geschichte aus dem Ärmel. In dieser Geschichte wird Huber zum Maulwurf, unschwer erkennbar an Sonnenbrille, Latzhose - Maulwürfe sind schließlich die Bauarbeiter unter den Tieren - und Wollmütze. Auf dieser drapiert Dehler einen Haufen, und wer das Bilderbuch kennt, weiß wie es weitergeht: Der Maulwurf will wissen, wem er den Kot auf seinem Kopf zu verdanken hat. Dehler und Huber regen mit ihrer Inszenierung die Fantasie der jungen Zuschauer an. Denn mit Hilfe des Bühnenbilds und Requisiten verwandelt sich Dehler in die Tiere, die der Maulwurf als verdächtig interviewt. So ist für den Maulwurf schnell klar, dass der Stuhl eigentlich ein Pferd ist. Die Kinder sind da weniger schnell zu überzeugen: “Das ist ein Stuhl!”, rufen sie immer wieder. Bereitwilliger nehmen sie hin, dass die Geburtstagsmuffins Pferdeäpfel darstellen sollen. Oder die Sahne Taubenkot, der Kuchen Kuhfladen. Auch als sich die rasante und humorvolle Inszenierung nach knapp vierzig Minuten dem Ende nähert, werden die Kinder nicht müde, dem Maulwurf entgegen zu schreien: “Du hast Kacke auf dem Kopf!”. Als der Übeltäter endlich enttarnt ist, belohnen die Kinder das Duo mit tosendem Applaus und Fußgetrampel.

Hessische Niedersächsische Allgmeine, Kassel

Stefan Dehler und Christoph Huber wechselten geschickt von einer gemütlichen Kaffeerunde zu einer atemberaubend spannenden Geschichte des kleinen Maulwurfs über, der aus seinem Hügel herausschaut, ob die Sonne aufgegangen war. [...] Mit tosendem Beifall des faszinierten großen Publikums fand die gelungene amüsante Premiere ihren Abschluss. Lange noch wurden die exzellenten Darsteller von ihrem jungen Publikum umschwärmt.

Kultur 3, Göttingen

Höhepunkt des Vortrags ist, wenn beide Männer in den Rollen von Fliegen gemeinsam die als Exkremente ins Spiel gebrachten Kuchenbrocken verschlingen. Das zeigt viel von kindlicher Experimentierfreude und Lust am Tabubruch. Stefan Dehler und Christoph Huber behaupten Figuren und Situationen mit bewundernswert sparsamer Leichtigkeit, und Kinder und Erwachsene folgen ihnen mit leuchtenden Augen: Das Publikum vergisst, dass ein Stuhl ein Stuhl ist und Kuchenkrümel nichts weiter als Kuchenkrümel.

Mosquito, Göttingen