stille hunde
die besserung




die besserung


Ein Klassenzimmerstück für Jugendliche ab 14 Jahren nach Zeitzeugenberichten,
von und mit Stefan Dehler und Christoph Huber,
eine Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Moringen



zum stück

In Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Moringen haben stille hunde auf der
Grundlage von Zeitzeugenberichten und anderen historischen Quellen ein Theaterstück
entwickelt, das ein Schlaglicht auf die menschenverachtende Ausgrenzungsideologie
der nationalsozialistischen Machthaber und ihre Umsetzung in die Praxis wirft.
Im Zentrum von Die Besserung steht das Schicksal des vierzehnjährigen Franz,
der 1942 bei den faschistischen Jugendbehörden als „Herumtreiber“ und
„Pubertätsversager“ aktenkundig wird. Nach zwei Fluchtversuchen aus einem
Jugendheim wird er schließlich in das sogenannte „Jugendschutzlager“ in Moringen
überstellt, wo er bis Kriegsende inhaftiert bleibt.Die Geschichte des Häftlings
Franz ist eingebettet in eine Rahmenhandlung, in der zwei Söhne sich über das
aus Scham von ihren Vätern lange verschwiegene Geheimnis des Lageraufenthaltes
unterhalten.

Der todkranke Franz hat seinem Sohn den Auftrag gegeben, einen Brief an einen
ehemaligen Freund zu überbringen, zu dem er seit fast fünfzig Jahren keinen
Kontakt mehr hatte. Im Krankenhaus hat der Sterbende zum ersten Mal sein Schweigen
gebrochen und ein lang gehütetes Lebensgeheimnis offenbart: Als Vierzehnjähriger
ist er als „asozial“ gebrandmarkt in das Jugendkonzentrationslager Moringen
eingewiesen worden. Franz‘ Sohn erfährt nun zum ersten Mal etwas über die
kriminalbiologisch begründete Selektion der jugendlichen Häftlinge, die wirtschaftliche
Ausbeutung der Insassen durch Zwangsarbeit, die alltägliche Gewalt, die Strafen,
die Rohheit und Willkür der Aufseher. Den Auftrag, den Brief zu übergeben, kann er
nicht erfüllen, denn der Empfänger ist seit zehn Jahren tot. In einem Gespräch mit
dessen Sohn gibt er weiter, was er von seinem Vater gehört hat – auch dass der
eigentliche Empfänger des Briefes ebenfalls Häftling in Moringen war -, und beide
Söhne stellen fest, dass sie von der Jugendzeit ihrer Väter so gut wie gar nichts
wussten.

Das Stück entstand mit finanzieller Unterstützung des Landschaftsverbandes
Südniedersachsen e.V. und der Jugendstiftung des Landkreises Northeim.
Die Inszenierung, die für die Präsentation im Klassenzimmer konzipiert wurde,
kann von Schulen oder Bildungseinrichtungen der Stadt Göttingen und der umliegenden
Landkreise als Gastspiel gebucht werden. An jede Aufführung schließt sich ein
Nachgespräch unter der Leitung einer Vertreterin oder eines Vertreters der
KZ-Gedenkstätte Moringen an. Ein Großteil der finanziellen Förderung wird als
Zuschuss zu den entstehenden Kosten aufgewendet, so dass der Preis pro Schüler
mit 5 Euro gering gehalten werden konnte.


Die Produktion gastiert auf Anfrage im Klassenzimmer. Anfragen und Informationen
unter 0551 / 6345700 oder unter info@stille-hunde.de



Presse zu die besserung


Preiskategorie C

Fotografien von stille hunde (copyright)



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